Nachhaltig, aber langsam!

Nachhaltig, aber langsam!

2019 Nachhaltigkeit imho

Gedanken über Nachhaltigkeit.

MINIMALISMUS! DIY! LESS WASTE! NACHHALTIGKEIT!

Diese Wörter hallen innerhalb meiner Umgebung wie wild gewordene Echos, teils auch wie Marschbefehle, von Mensch zu Mensch. Ganze Facebook Gruppen, Influencer und Initiativen bemächtigen sich diesem Thema.

Meiner Ansicht nach ist das richtig, jedoch nicht mit der Art an Druck, wie es verbreitet wird. Um einen alten Spruch mal wieder zu entstauben: „wir haben nur diese eine Erde“ und gerade in Zeiten von Diesel-Skandalen und ggf. aufkommender CO₂-Steuer, ist es wichtig, dass wir auf unsere Ressourcen achten und dafür in Eigenständigkeit aktiv werden.

Es muss nicht jeder gleich sein Auto verkaufen und nur noch Bio kaufen. Das geht meistens aufgrund der Trägheitskraft nicht. Das ist aber auch vollkommen okay. Menschen, die gleich alles umstürzen wollen, schaffen mehr Schuttbauten, statt neue Häuser und verfallen dem entsprechend schnell in alte Muster. Aus diesem Grund, einfach mal einen Gang runterschalten und mal langsam machen. Stück für Stück neue Muster in das alltägliche einschleifen um diese zu für sich selbst zu normalisieren.

Da ich selbst nicht nur plappern will, wie die, die von Wasser predigen und dann mit dem SUV zum Aldi fahren, fange ich für mich im Kleinen an.

Kleine Umsetzungen:

  1. Statt Flüssigseife auf feste Naturseife mit wenig Palmöl setzen.
  2. Statt Papiertaschentücher wird auf Stofftaschentücher gesetzt.
  3. Statt Auto direkt die Bahn auf längeren Strecken nutzen.
  4. Taschenaschenbecher statt Kippenschnippen.
  1. Flüssig- vs. Festseife

Flüssigseife zu kaufen ist, von dem wie ich aufgewachsen bin normal, jedoch wenn man überlegt, das meistens einfach Kern und Festseifen so gut wie ein Jahr halten. Flüssigseife dagegen wird meistens überdosiert und schafft hierdurch ein erhöhtes Müllvolumen.

  1. Papier- vs. Stofftaschentuch

Ich habe mich jetzt bewusst für den Einsatz von Stofftaschentücher entschieden, denn Teils kommenden die Papierfasern aus Südafrika. Die Papiertaschentücher sind des Weiteren nicht wieder verwendbar für den Papierkreislauf. Zudem stammen immer mehr Papierfasern für den deutschen Markt aus Südamerika – auch von ökologisch umstrittenen Plantagen. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, beim Kauf von Hygienepapieren besonders auf die Rohstoffe zu achten. Denn die Fasern sind nach einmaligem Gebrauch für den Papierkreislauf verloren. Quelle: www.verbraucherzentrale.de

  1. Auto vs. Bahn

Autofahren empfinde ich mittlerweile als einen Graus in Deutschland, bzw. zu mindestens in Hessen. Da ich jeden Sonntag meine Eltern besuche, fahre ich aller regelmäßig die A45 und die A66. Selbst mit angenehmen 120 km/h, werde ich auf der rechten Spur bedrängt. Vor allem ist es für mich mittlerweile eine tote Zeit hinter dem Lenkrad. Was könnte man nicht alles machen, in der Zeit? Lesen, spielen, schreiben und Sachen vorbereiten. Daher erscheint mir die Bahn als alternative in dem Fall sehr logisch. Dank der Mitgliedschaft bei RMV Smart bleiben auch die Fahrtkosten gering. Der eigentliche Fahrpreis liegt bei 12,20€ pro fahrt, also eigentlich 24,40€ insgesamt. Das ist mir im Grunde zu teuer und kein Grund auf die Bahn umzusteigen, jedoch dank der oben erwähnten Mitgliedschaft, kostet mich die Fahrt 3,40€, sprich 6,80€ insgesamt. Darüber kann ich nicht klagen. Ich denke, bei diesen Preisen kann selbst mein Smart nicht mithalten. Wenn man die Zeit bedenkt, bin ich gut 30 Minuten länger unterwegs, jedoch stört mich das wenig.

  1. Taschenaschenbecher vs. Kippenschnippen

Es ist mittlerweile allgemeinem bekannt, dass ein großer Anteil an Mikroplastiken, im Meer, durch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel verursacht wird. (Studie) Das muss meiner Ansicht nach nicht sein. Gerade im allgemeinen Gesundheitswahnsinn stehe ich auch zu meiner Sucht, dem Rauchen. Ich finde es wichtig, auch hier, Haltung zu bewahren, auch beim Rauchen. Mittlerweile gibt es für die Menschen, die selbst Zigaretten drehen biologisch abbaubare Filter. Und bei einer Zigarette die Glut rausdrehen ist jetzt auch kein Hexenwerk, um dann die Reste im nächsten Mülleimer zu versenken oder im eigenen Taschenaschenbecher. Somit bewirkt man selbst ein bisschen was zum Umweltschutz und für saubere Straßen. Ich möchte mit diesem Beitrag niemanden reformieren, vielleicht jedoch einen Denkanstoß anbieten.

Link liste

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Trägheitskraft
  2. https://www.zeit.de/2013/01/Stimmts-Fluessigseife
  3. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/nachhaltigkeit/kuechenrolle-taschentuecher-und-co-immenser-verbrauch-10670
  4. https://www.rmvsmart.de/start-2.html
  5. https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/ie100168s?tokenDomain=presspac&tokenAccess=presspac&forwardService=showFullText&journalCode=iecred

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