Roadtrip 2020 - Als die Küste entlang 🚎

Roadtrip 2020 - Als die Küste entlang 🚎

Von Küsten, fahrten und Timelapse...

Der Morgen auf dem Campingplatz „Oasen Rømø“ startete gemütlich wie eh und je, Kaffee, Kippchen und in Ruhe Frühstücken. Da auf diesem Stellplatz, das Internet so hervorragend war, musste die Gelegenheit nutzen, dass ich mich erstmal wieder mich um mein Socialmedia-Gedöns kümmern kann: Bilder für Instagram auf Buffer hochladen, meinen Blog sichern, kurz schauen, wie es mit den Kommentaren auf Facebook aussieht.

Nachdem all das erledigt war, ging es weiter. Der Plan für den Tag sah vor, dass ich die Nordküste Dänemarks entlang fahre und irgendwann mal bei dem nächsten Camping-/Übernachtungsplatz ankomme.

Die Fahrt an der Küste entlang tröpfelte so vor sich hin, 80 km/h fahren ist auch irgendwann mal etwas monoton und alle 2 - 4 km ein Kreisel war dann auch nicht mehr spannend, sobald es in Fleisch und Blut übergegangen ist, bzw. das Muskelgedächtnis alle Tätigkeiten vom Abbremsen bis hin zum Schalten übernommen hat.

Die Landschaft ist jedoch ein träumchen, diese Mischung aus Heidelandschaft und Küste ist in meinen Augen eine wunderbare Kombination. Beides Elemente die mich sehr Erden.

Während der Fahrt an einigen Fischerdörfchen vorbei, war es langsam mal Zeit fürs Mittagessen und bei Vejers Strand suchte ich mir erst mal einen Parkplatz. Der erste Parkplatz war etwas "spoooky", da man erst einige Dünen entlang fahren musste, um auf einen großen Platz zu gelangen und rund um den Platz waren in Hufeisen-Form verfallene Häuser. Das sah schon sehr komisch aus, denn von dem, was ich bisher bei den Dänen gesehen hatte, wurde auf alles recht akkurat achtet. Immerzu sah ich irgendwelche Menschen auf oder mit Rasenmähern ihren Vorplatz mähen oder gar auf Leitern stehend ihre Häuser frisch anstreichen - in Kaminrot. Daher war der Platz unangenehm, also schnell weiter. Ein bisschen weiter führte eine Straße direkt an den Strand.

Dünen Wanderung

Das war im ersten Moment schon recht cool und ich konnte, während ich die Seitentür vom Frachtschiff offen hatte, direkt aufs Wasser sehen – was ein Ausblick.

Blick aus dem Camper

Nach einem schönen Strandspaziergang ging es auch schon wieder weiter in Richtung Vestervig, hier ist mein Ziel für den heutigen Tag.

Eins kann man Dänemark lassen, die Landschaften sind wunderschön, vom beschriebenen Heideland, ging es über zu Feldern, die teils noch nicht abgeerntet waren und goldgelb strahlen, neben dem satten grünen der Grasflächen. Ein Kontrast, den man mit der Kamera gar nicht so einfangen konnte. Auch die "Berge", die in Dänemark vorhanden sind mit ihren sehr leicht anmutenden Serpentinen.

Als ich bei meinem Ziel ankam, war ich etwas verwundert, weil es keinen gewohnten Automaten gab, bei dem ich die Übernachtung zahlen konnte und das Camping-Büro war geschlossen. Die Camperparkplätze waren mit einer Schranke gesichert und sich sah da auch keine Möglichkeit, diese zu öffnen. Gute Frage, was nun, also wieder die App Parking4Night befragen. Während ich im Camper saß und nach einem Übernachtungsplatz suchte, klopfte es an meiner Fensterscheibe. Ich hatte mich zu tote erschocken. Eine ältere Dänin, mit wettergegerbten Gesicht stand vor dem Camper. Noch bevor ich die Scheibe runter ließ, fang sie schon an zu fragen, ob hier übernachten möchte und ob ich nicht wisse, dass eigentlich zu spät für die Anreise war – alles in ziemlich guten Deutsch. Ich sagte ihr, dass ich eigentlich nur für die Nacht bleiben wollen würde und kein Strom bräuchte. Darauf streckte sie mir eine Karte entgegen um die Schranke zu öffnen und ich solle bitte morgen früh ins Büro kommen, um die Nacht zu bezahlen, als Pfand wollte sie meinen Personalausweis haben. Gut, dann war die Nacht doch noch „gerettet“ und ich konnte das Gefährt für die Nacht vorbereiten.

Abends musste ich mich noch mal bewegen, weil nach dem ich den halben Tag gesessen haben, habe meine Hummeln im Hintern sich gemeldet und riefen nach Bewegung. Ganz in der Nähe von meinem Übernachtungsplatz gab es eine kleine Bucht, in der ich dann wieder Bilder machen und auch mal die Timelapse Funktion der Sony testen konnte.

Weitere Bilder:

Disclaimer: Mittlerweile bin ich zuhause angekommen und schwebe immer noch in dem Urlaubsfeeling. Aber ich möchte die Geschichte meines Roadtrips zuende erzählen. (27.09.2020)

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