Roadtrip 2020 - Entspannung in Eutin 🚎

Ein vorbildlicher Stellplatz

Irgendwie kam ich doch wesentlich spĂ€ter los als ich wollte, von der LĂŒneburger Heide, aber auch da dachte ich mir: „Was soll’s, Urlaub ist Urlaub.“

Diesmal hatte ich mich auch gegen meine Grundidee entschieden nur Landstraßen zu fahren, weil die langsame Strecke ĂŒber Dörfer und kleine StĂ€dte hĂ€tte ĂŒber vier Stunden gedauert, das war mir dann doch zu viel, also Autobahn. Autobahnen strengen mich doch mehr an als gedacht, vielleicht weil ich die Langsamkeit und die leeren Strecken gewöhnt war. Vor allem Baustellen ohne Ende. Nur noch 4 km, 3 km, 2 km, 1 km und nach 10 km die nĂ€chste Baustelle. Das einzig aufregende war, das Hörspiel im Deutschlandfunk. Eine Frau, die ein PortrĂ€t ĂŒber Ihren Vater erzĂ€hlte. Es muss schon gegen 19 / 20 Uhr gewesen sein, als ich in Eutin eintraf, die Sonne war schon untergegangen und vor dem angepeilten Campingplatz eine Kette gespannt war -mist.

Also wieder ĂŒber die App Parking4Night einen Nachtstellplatz suchen. Diesmal war es der Bahnhof vor Ort.

Am nĂ€chsten Tag wurde ich doch unsanft durch die ankommenden und abfahrenden ZĂŒgen geweckt. Also alles „fest“ machen und los zu dem Campingplatz, der zuvor mit der Kette abgespannt war.

Lustig in meinen Augen ist, dass der Campingplatz von den Stadtwerken Eutin gefĂŒhrt wird und als einer der stadtwerkstypischen VW Bussen mit deren Emblem vorfuhr, kam ich doch recht schnell mit dem Servicetechniker ins GesprĂ€ch. Man unterhielt sich ĂŒber so Kraftwerke und wie sich Stadtwerke in der aktuellen Zeit aufstellen, die einen mit dem Verkauf von Pellets und andere mit CampingstellplĂ€tzen.

Nachdem ich Erfahren hatte, dass man die Kette hĂ€tte auch einfach abmachen könne, suche ich mir hier wieder ein schönes PlĂ€tzchen fĂŒr das Frachtschiff auf dem Stellplatz. In Eutin wollte ich lĂ€nger als nur eine Nacht bleiben, da der Nebenort, Bad Malente, doch einige Erinnerungen weckte. Das Gute an diesem Stellplatz (Achtung, Camping Nerdtalk) ist, dass er vom Aufbau sehr gut war:

  • Check-In geht mittels EC-Karte, ebenso wie auch das Bezahlen von Strom und Frischwasser. An einer Art Bankautomat bekommt man eine Plastikkarte, mit der dann Strom und Frischwasser bezahlen kann.
  • Mit dieser Karte öffnet man auch die TĂŒren zur Duschstation und die Toiletten. Das Warm-Wasser in der Duschstation, was ein feststehendes Haus ist, kostet ebenso extra, aber das ist total verschmerzbar.
  • WLAN ist ebenso inbegriffen und sogar so stabil, dass Streaming kein Problem ist.
  • Die StromsĂ€ulen kann man jeweils mit einem Euro aufladen oder auch recht fix „nach befĂŒllen“.

Die Karte kann man sich wie eine Prepaid Karte vorstellen, die man zuvor mit Geld auflĂ€dt und wenn man nicht alles aufgebraucht hat, bekomme man den Differenzbetrag zurĂŒckgebucht. FĂŒr mich war das Konzept, ziemlich neu, aber ich habe auch nicht die meiste Campingerfahrung. Chapeau! Stadtwerke Eutin, wirklich gut umgesetzt.

Die Gegend rund um Eutin ist gut mit dem Rad zu erkunden und selbst ohne Rad kann man vom Stellplatz aus ins Stadtzentrum laufen, welches nur so 1 km entfernt ist.
Die Schauende

Den ersten Tag Vorort habe ich erst mal entspannt und mich damit beschĂ€ftigt BlogbeitrĂ€ge zu schreiben, Bilder auf den Server zu laden und etwas Verwaltungskram zu machen - Verwaltungskram entspannt mich immer zu. 😅 Meine Nachbarn waren ein Fast-RentnerpĂ€rchen aus dem Umkreis von Hamburg. Alleine wie zwei schnacken war mir eine Freude. Wir haben Abends zusammen Kaffee getrunken und uns von Themen, wie: Angeln, bis zu modernen MĂŒllheizkraftwerken unterhalten.

Stellplatz Eutin

So stelle ich mir gutes Camping vor. Menschen kennenlernen, entspannen und genießen.

FĂŒr den nĂ€chsten Tag stand eine Tour durch Eutin nach Bad Malente an. Ein guter Tag, mit vielen schönen EindrĂŒcken und vor allem Essen, ich glaube ich hatte selten an einem Tag mich von einem Restaurant, zum BĂ€cker und zum Waffelstand durch gefuttert. Hier ein paar Impressionen von Eutin und Bad Malente.

Auch dieser Tag neigte sich viel zu schnell dem Ende zu. Ganz allgemein, bisher hatte ich keinen Tag erlebt, der sich gestreckt hatte, bis auf die Autofahrten.

Am Abend kurz vor Sonnenuntergang packte ich meine FotoausrĂŒstung zusammen und machte mich an den angrenzenden Steg, der am großen Eutiner See war. Ich wartete auf die DĂ€mmerung, damit ich wieder Sterne fotografieren kann. Kurz nach 21 Uhr war es auch schon so weit, die Dunkelheit war hereingebrochen, dass die ersten Sterne zu erkennen waren, knapp nur 20 Minuten spĂ€ter, konnte ich auch schon loslegen. Das Ergebnis ist doch schon recht gut geworden.

Der NĂ€chste Tag startete wieder mit den ĂŒblichen Camper-ToDos: Chem-Toi leeren, Grauwasser ablassen und Frischwassertank auffĂŒllen. Es sollte weiter gehen in Richtung DĂ€nemark, jedoch mit zwei kleinen Stops. Dazu mehr im nĂ€chsten Blogbeitrag.

Galerie:

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