Roadtrip 2020 - Fix und fertig, vom Harz, zum Steinhuder Meer und in die Heide 🚎

Roadtrip 2020 - Fix und fertig, vom Harz, zum Steinhuder Meer und in die Heide 🚎

Schnellreisetag

Der Weg in den Harz, von Leipzig aus, würde ich als ernüchternd langweilig bezeichnen. Mein Kredo ist, keine Autobahn nutzen, damit ich auch etwas vom Land sehe bzw. von der Umgebung, aber bis auf viele Felder und einige Dörfer war da nicht viel. Was auffällt ist, dass sich die Architektur der Häuser verändert, von den Schieferplatten bedeckten Häusern, im Osten, geht es in Richtung Klinkerwerk, umso weiter man in den Norden fährt. Von einem Nachthimmelblau, verändern sich die Fassaden zu einem Basaltrot, das ist doch recht schön anzusehen.

Der Campingplatz in der Nähe vom Brocken ist „nett“, also nicht wirklich schlecht, aber jetzt auch kein Vergleich zu dem Platz im Thüringer Wald. (Sorry, aber das ist immer noch der Campingplatz No. 1)

Am Stellplatz Wanderlust im Ilsetal angekommen, meinte ich im überschwänglichen Gemüt, „ich fahre den Brocken mit dem Rad hoch“, na ja, nach 5 km und gut 500 Höhenmeter hat mich mein Körper doch eines Besseren belehrt. Das war aber im Nachhinein nicht so schlecht, somit waren doch mehr als die üblichen fünf Stunden schlaf gegeben.!

Aus dem Harz war ich auch wieder recht schnell verschwunden, auch ohne den Brocken mit seinen über 1000 m Höhe zu besuchen. Aber! Ich komme wieder und diesmal mit einem anderen Fahrrad und mehr Kondition. ;)

Der nächste Tag führte mich mit Pausen zum Steinhuder Meer. (Dieses Kapital kann man schnell abhandeln) See, langweilig, Rentner, E-Bikes, blöder Campingplatz und weiter ging es am selben Tag Richtung Lüneburger Heide.
Steinhuder Meer

In der Heide war es auch erst mal problematisch einen Campingplatz zu finden, das lag aber auch daran, dass Freitag war. Die meisten Menschen machen, aus aktuellem Anlass - Pandemie etc., Urlaub in Deutschland und was bietet sich da besseres an, als mit einem Miet- oder Eigencamper aufs Land zu fahren. Nach etlichen Telefonaten mit Campingplätzen habe ich dann etwas resigniert, die App „Parking4Night“ aufgerufen. Eigentlich wollte ich ja einen Stellplatz, mit Strom und W-LAN. Böse Zungen würden das als Glamping bezeichnen, also glamouröses Camping, was es ja auch ist. Der Stellplatz, den ich dann gefunden habe, war / ist alles andere als glamourös, der Camper steht schepp, keine Sanitäranlagen, Ameisen sind hier das Wach- und Aufräumpersonal und jeder steht so, wie es ihm/ihr passt - es ist herrlich. Die Heide selbst ist nur gute 100 m entfernt und im leichten Abendrot ein wunderschönes Naturschauspiel. Was mich doch zum Schmunzeln gebracht hatte, war bei meinem Abendspaziergang mit der Kamera, dass ich alle 500 m mind. eine:n Fotografen:in getroffen habe. Davon muss es ein Nest geben oder die wachsen hier recht nachhaltig. Ich glaube auch, dass es durch Youtuber wie dem Stefan Wiesner auch gut Werbung für die Region gemacht wird.

Ein kleines weiteres Ritual ist für mich, Abends noch mal ein Bierchen zu trinken und das hier in der Heide hat besonders gut geschmeckt.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag