Küfa – Küche für alle

Küche für alle

Die geretteten Lebensmittel werden nicht nur verteilt, sondern mit denen wird auch gemeinschaftlich gekocht und gemeinschaftlich gegessen. In Offenbach zum Beispiel trifft man sich im Stadteilbüro Nordend Link 6, dort findet jeden Dienstag die Küfa statt – che für alle.

Der Ablauf ist recht einfach strukturiert:

(Auszug aus der Terminserie Küche für ALLE mit Foodsharing-Abend Link 7)

Wie jeden Dienstagabend treffen wir uns wieder in einer gemütlichen Runde zum gemeinsamen Kochen, Essen & Trinken und Schwätzen 🙂

  • Ab 17:00 Uhr beginnen wir mit dem Aufbau, danach werden ab 18:00 Uhr die geretteten Lebensmitteln zum Verzehr vorbereitet (die meisten Gerichte sind vegan) und wir fangen damit an zu kochen.
  • Bis 20:00 Uhr bzw. auch mal 20:30 Uhr treffen die Foodsaver mit den geretteten Lebensmitteln ein, die im separaten Raum des Stadtteilbüros aufgetischt werden. Hier könnt ihr euch kostenlos an den Lebensmitteln (zum Mitnehmen) bedienen, so bald der Raum von den Verantwortlichen freigegeben wurde.
  • Auch ab etwa 20:00 Uhr gibt es dann das kostenlose Essen für ALLE. Viele nette Leute und Gebabbel runden meist den Wohlfühlabend ab.

Meine Erfahrung mit der Küfa – Offenbach ist ein sehr guter, auch wenn ich Anfangs ein bisschen skeptisch war, wie das alles so klappt, was für Menschen werden mich dort erwarten? Ja ich hatte Vorurteile, ja ich konnte mir Teils nicht vorstellen, wie das ablaufen soll. Und ist das nicht vielleicht auch eine Stigmatisierung? Wie stehe ich selbst dazu?

Meine Befürchtungen wurden dankenswerterweise schnell aufgelöst, den ich traf alte Bekannte die ich schon über die Initiative der stadtmenschen e.V. Offenbach Link 8 getroffen habe, dann teils Menschen, die ich vom Offenbacher Nordend Wochenmarkt (Das Märktchen Link 9 ) herkenne.

Ich wurde direkt freundlich aufgenommen und lerne Menschen aller Couleur kennen, von Studenten, bis hin zu Familienväter und die Fraktion der rüstigen Rentner nicht zu vergessen. Es ist ein freundliches miteinander.

Wenn die Nahrungsmittel von den Foodsavern angeliefert wird, helfen die meisten gleich mit und nach dem Einräumen der geretteten Lebensmittel betreten die Köche und die Helfer den Lebensmittelraum um nicht nur für Küche Zutaten zusammen suchen, sondern auch sich versorgen. Danach können sich alle anderen nehmen was sie brauchen. Ich persönlich finde diese Art an Aufteilung sehr gut, denn die, die an den Kochtöpfen werkeln, schnippeln und ein mehrteiliges Menü zusammenstellen haben bis zu diesem Zeitpunkt die meiste Arbeit.

Das €žAngebot€œ der angelieferten Lebensmittel ist immer unterschiedlich, oft gibt es Spenden von Bäckereien und / oder (^/v) vom Offenbacher Wochenmarkt, so wie vielen kleinen Restaurants, Cafés und / oder Geschäften.

Screenshot aus Küfa Offenbach | Bilder von HerrWalther

So kann es sein, dass es auch mal etliche Kisten mit Tomaten gibt, so kommt es dann vor, das in der Küche noch spontan eine große Schüssel Tomatensalat gezaubert wird.

Angeliefert werden die geretteten Lebensmitteln von Foodsavern, Personen die sich Ehrenamtlich um diese Aufgabe kümmern. Um Foodsaver zu werden muss man zunächst einen Eignungstest machen, sich dann der Lokalen Foodsaver Gruppe anschließen und dieses wer was wo abholt wird dann in den Gruppen selbstständig verwaltet. Angeliefert werden die geretteten Lebensmitteln von Foodsavern, Personen die sich Ehrenamtlich um diese Aufgabe kümmern. Um Foodsaver zu werden, muss man zunächst einen Eignungstest machen, sich dann der Lokalen Foodsaver Gruppe anschließen und dieses wer was wo abholt, wird dann in den Gruppen selbstständig verwaltet.

sdr

Die €žKüche für alle€œ ist nicht nur Essen abholen und Lebensmittel einpacken, nein, es ist mehr als das, es ist ein Ort der Begegnung. Denn das zusammen Essen bildet schon Gemeinschaften, man kommt miteinander ins Gespräch, sei es gerade über Essen oder über allgemeine Themen des Alltags. Beim weg putzen der meist veganen Gerichte ist es egal, ob man jetzt in Hemd und Jeans dort sitzt oder in Jogging Hose und leicht durchlöcherten T-Shirt.

Frei nach der Aussage „Wenn Du Hunger hast, so iss, wenn gut Essen willst, so esse in der Gemeinschaft“.

Screenshot aus Küfa Offenbach | Bilder von HerrWalther

Wenn nach dem Abholen von Lebensmittel und nach dem Essen noch Lebensmittel übrig sind, kommen diese in einen Foodsaver Schrank, dieser wird unter anderem auch an anderen Tagen in der Woche befüllt. Aus diesem Schrank kann man sich während der Öffnungszeiten des Stadtteilbüros auch Lebensmittel mitnehmen.

Küfa Offenbach | Bilder von HerrWalther

Wenn es gegen Ende eines Küfa-Abends zugeht, so wird dann gemeinschaftlich aufgeräumt, denn das Stadtteilbüro muss dann noch geputzt und alles wieder an seinen Platz geräumt werden. Dankenswerterweise bekommt die Initiative Foordsharing Offenbach die Räumlichkeiten kostenfrei gestellt.

Nachdem ich jetzt schon mehrfach an den Küfa Abenden teilgenommen habe, bin ich von der Einsatzbereitschaft der Helfer, der Köche sowie allen anderen die fest hinter der Idee des Foodsharing begeistert. Das schöne ist, mit solchen Initiativen können wir nicht nur der Lebensmittelverschwendung vorbeugen, sondern auch noch Gemeinschaften bilden €“ etwas das heute wichtiger ist denn je. Ich habe Menschen getroffen, die sonst nicht kennengelernt hätte.

Alleine schon durch diese Erfahrungen würde ich mir noch mehr wünschen, dass die Idee weiter verteilt wird, dass Menschen die in Urlaub gehen, ihre Lebensmittel bei Foodsavern abgeben und anderen somit helfen und ein Zeichen gegen Verschwendung setzen.

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