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Zwischen E-World und Tetraeder

Tag 1 - Abfahrt - Ankommen - Essen

Die Fahrt an und für sich verlief entspannt, vor allem entspannter als ich Hessen hinter mir gelassen hatte. (Dort herrscht – gefühlt – immer mehr Krieg auf der Straßen).

Das B&B BonnaNotte war schnell gefunden. Entgegen der Erfahrungen, die ich mit der Navigationsapp von OpenStreetMap gemacht hatte, kam ich ohne Umwege dort an und dank dem mir zuvor zugeschickten Türcode konnte ich auch ohne Rezeptionist entspannt einchecken.

Kurz nach dem ich mein mit genommenes Hab und Gut aufs Bett geworfen und in jeglichen Wifi-fähigen Geräten den lokalen Hotspot eingerichtet habe, ging es Richtung Essen City. Vom B&B aus war das recht leicht zu erreichen, es fuhr nur eine Tram Richtung Innenstadt, was mir zugute kam – easy peasy.

Der Erste Eindruck, nach dem Ausstieg beim Berliner Platz, war  ‚ach mal wieder eine Einkaufsmall‘, als würde die es nicht schon in Massen überall geben. Nun, ich hatte diese hinter mir gelassen und wanderte erstmals etwas Ziellos umher. Dank des schönen Wetters war es mir auch recht egal wo ich ankam, ich freue mich über den blauen Himmel und unbekanntes Terrain.

Essen hat ein bisschen was von Offenbach am Main, mit einer schönen und angenehmen Vielfaltdichte. Nach gut 20 Minuten laufen entdeckte ich gleich einen Fotoladen für alte Kameras, die Foto-Börse (FB Link). Dies ist ein kleines Geschäft zum An-/Verkauf von alten Kameras und Objektiven. Da mir noch ein Weitwinkel Objektiv fehlte, fragte ich dort nach und sie hatten eines – ein Konica Hexanon AR 28mm F3.5. 

Ich entdeckte bei meinem Rundgang noch das eine oder andere schöne Motiv zum Ablichten, unter anderem die Kreuzeskirche, das Essener Rathaus und einige weitere.

Natürlich durfte der obligatorische Pommes-Test nicht fehlen, der zu meiner absoluten Zufriedenheit ausfiel. (letztes Bild)

 

 

 

 

 

Bilderreihe Essen

Als die Nacht sich senke, war es für mich auch schon wieder Zeit zurückzukehren, da es am nächsten Tag zur E-World ging.
Als ich wieder in der Unterkunft ankam, bemerke ich erst, das schräg gegenüber meinem Zimmer es auch einen Raucherraum gab. Diese Verabscheue ich eigentlich, weil rauchen in Räumen mir suspekt vorkommt – so dann nutze ich doch diesen.

Bisher kannte ich von meinen Berlin Reisen es so, das ich Abends meistens irgendwen, an der Hotelbar oder in der -lounge, kennengelernt habe, mit dem sich nett unterhalten kann. Ich mag es mich ab und an, vor allem wenn ich nicht muss, mich mit fremden Menschen zu unterhalten, meistens kommen so spannende Charaktere zum Vorschein. Nun, da es hier weder das eine noch das andere gab, blieb ich mit meinem Buch im Raucherzimmer, rauchte, hörte Jazz und las.

Nach gut einer Stunde öffnete sich die Zimmertür und zwei ältere Herren kamen herein. Der trug einen Sixpack Bier unter dem Arm, sonnengebräunt, einen Bart wie Hulk Hogan, hoch wachsen und der andere, nun, eher das Gegenteil. Nach einigen Minuten und aufgrund des Fehlens eines Flaschenöffners kamen wir ins Gespräch und nach dem wir ein Feuerzeug gefunden hatten und mehrfache „plop“ den Raum ertönten, erklären wir uns gegenseitig unsere Berufe. Beide arbeiten als Sicherheitspersonal-Anweiser für Messen, zum Regeln der Zufahrten und Abfahrten der Besucher. Diesmal für die Messe Essen, bzw. für die E-World, so durch kamen wir schnell auf andere Themen, die aktuell bewegen, E-Autos, sind unsere Netze sicher und div. andere Themen. Ich mag so Abende, denn somit kann man sein kleines Gedankenuniversum verlassen und gewissen Themen aus anderen Blickwinkel betrachten, weit außerhalb der eignen Filterbubble.

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